goto content

Häufigste Suchanfragen


Koreanische Instrumente
print


<Jongmyo Jeryeak – Musik der Riten am Jongmyo-Schrein>


Musik ist die Verbindung von Mensch und Instrument. Egal wie schön die Melodie auch ist, wenn die Instrumente nicht zusammenpassen, wird keine wohlklingende Musik daraus. Und auch wenn die menschliche Stimme wohl als das schönste Instrument gilt, sollte man auch die anderen, menschengemachten Instrumente nicht vergessen. Allein in Korea gibt es etwa 60 verschiedene traditionelle Instrumente, die für verschiedene Arten von Musik genutzt werden. Die Vielfalt der Instrumente umfasst eigenständige Entwicklungen, die seit etwa dem 4. Jahrhundert belegt sind: Instrumente, die über China nach Korea kamen und solche, die den Einfluss europäischer Entwicklungen aufnahmen. Unter den vielen Instrumenten gibt es auch solche, die uns zwar in der Form erhalten geblieben sind, deren Funktionsweise wir jedoch nicht mehr rekonstruieren können. Weiterhin gibt es Instrumente, die zwar vollständig verwendbar sind, die aber schlicht kaum noch eingesetzt werden. Von den 60 traditionellen Instrumenten werden heute nur noch etwa 20 für die traditionelle Musik eingesetzt. Koreanische Instrumente werden nur aus Materialien hergestellt, die man auch in Korea findet. Einem Fachbuch zufolge, das 1903 erschien, verwenden die traditionellen Instrumente insgesamt nur 8 grundlegende Materialien (Metall, Faden, Bambus, Leder, Holz, Lehm, Kürbis und Stein).Dies entspricht der Philosophie, dass traditionelle Musik lediglich das Einfangen der Klänge der koreanischen Natur ist. Tradtionell wurden die Instrumente daher nach Material eingeordnet und nicht nach Spielweise wie im Westen. Doch heute hat sich die westliche Klassifizierung durchgesetzt.

 
 

Eine weitere Besonderheit der koreanischen Musik ist, dass je nach Art der Musik die Instrumente wechseln. Die größte Unterteilung hierbei wäre Hofmusik vs. Volksmusik. Die Hofmusik wiederum lässt sich einteilen in Jeryeak (Ritualmusik), Yeollyeak (Hofmusik für feierliche Anlässe) und Gullyeak (Militärmusik).

Das wichtigste Element der Volksmusik ist die Nongak genannte Bauernmusik, die hauptsächlich von Schlag- und Blasinstrumenten geprägt ist und als Begleitung zu Tanz, Gesang und Akrobatik gespielt wurde. Diese Form wird manchmal auch Pungmulnori genannt und ist der Ausgangspunkt für das heutige – für die Bühne adaptierte - bei Ausländern beliebte Samulnori.

Wenn Sie selbst traditionelle Instrumente erlernen möchten, gibt es einen ganz einfachen Weg dafür. Das Nationale Zentrum für Traditionelle Musik (Gugakwon) hat speziell auf Ausländer zugeschnittenen Unterricht im Angebot. Da der Unterricht samstags stattfindet, kann jeder Ausländer, ob nun Firmenangestellter oder Student ohne Probleme teilnehmen.

 

Unterricht in traditioneller Musik für Ausländer
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der folgenden Webseite: http://www.gugak.go.kr

 
 
 
 

Service

Zum Seitenanfang