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Hangeul (Das koreanische Alphabet)
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Hangeul

Hangeul ist das einzigartige Alphabet Koreas, das im Jahr 1443 unter König Sejeong dem Großen (4. König der Joseon-Zeit, regierte von 1418-1450) entwickelt wurde. Mit dem Ziel, ein für die Menschen leicht erlern- und nutzbares Alphabet zu schaffen, veröffentlichte König Sejong der Große das Werk Hunminjeongeum („die richtigen Laute zur Unterweisung des Volkes“). Seit dem Jahr 1910 wird das Alphabet „Hangeul“ genannt.

Hangeul ist ein überaus originelles und wissenschaftliches Alphabet. Für die einzelnen Vokale und Konsonanten des Hangeul wurden zunächst Grundzeichen erstellt, die dann mit Punkten und Strichen erweitert wurden. Die 5 Grundzeichen der Konsonanten (ㄱ, ㄴ, ㅅ, ㅁ, ㅇ) sind Imitationen des Munds und der Zunge eines Menschen, während bei den 3 Grundzeichen der Vokale ( ·, ㅡ, ㅣ) ‚·’ die Form des runden Himmels, ‚ㅡ’ die Form der flachen Erde und ‚ㅣ’ die Form eines gerade stehenden Menschen imitiert. Ursprünglich wurden 17 Konsonanten und 11 Vokale für das Hangeul geschaffen, heute werden jedoch nur noch 14 Konsonanten und 10 Vokale genutzt.

Hangeul entstand ohne den Einfluss von anderen Sprachen und es ist als einfach erlernbares Alphabet bekannt. Auch die Analphabetenrate Koreas ist im weltweiten Vergleich die niedrigste. Daher sind die Koreaner besonders stolz auf ihr Alphabet Hangeul und feiern es jedes Jahr am 9. Oktober mit dem Hangeul-Tag. Auch von der UNESCO wurde diese Überlegenheit des koreanischen Alphabetes anerkannt, indem im Oktober 1997 das Werk Hunminjeongeum zum UNESCO Weltdokumentenerbe ernannt wurde.

Stand: 19.09.2016


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