goto content

Häufigste Suchanfragen


Aufbau der Tempel
print


 
Zur Hauptseite
3. Buddhahalle & Buddha

Das glänzende Reich des Buddhas

Nach dem Glockenpavillon kommt man meist in einen großen Hof, dies ist das Zentrum des Reiches Buddhas. Jetzt eröffnet sich der Blick auf die Halle mit der Buddhafigur. Man ist am Gipfel des Sumisan angelangt und kann einen ersten Blick auf den Buddha werfen. Die Buddhahalle steht meistens auf einem hohen Steinfundament, höher als die umliegenden Gebäude. Idealerweise werden für diesen Sockel helle, weiße Steine verwendet. Dies hat einen einfachen Grund: wenn die Sonne scheint, reflektieren die Steine das Licht und bringen die Buddhafigur im Inneren zum Glänzen. Da die Buddhafiguren meist golden glänzen, reflektiert der Buddha dann das Licht auch wieder golden und erfüllt so die Buddhahalle mit einem warmen goldenen Licht. Dass dies alles ohne künstliche Lichteffekte erzielt wird, zeigt die Weisheit der Menschen in früherer Zeit. Der Glanz der Halle soll natürlich die unendliche Helligkeit des Buddhalandes symbolisieren.

Buddhas Haus, das Haus der Wahrheit

Früher nannte man die Buddhahalle Geumdang (금당 金堂), also „Goldhalle”. Dies liegt an der Farbe der Buddhafigur, die aber manchmal auch leicht rötlich schimmern kann. Da von Buddha goldenes Licht ausgeht, wurde er auch Goldmensch genannt. Im Endeffekt bedeutet also auch die Bezeichnung Geumdang nichts anderes als „Buddhas Haus“. Beopdang bedeutet „Haus der Lehre“, wobei hier natürlich Buddhas Lehre gemeint ist. Der Begriff Beopdang betont daher einen anderen Aspekt der Halle, nämlich dass sie erfüllt ist mit der Lehre und Weisheit Buddhas.

Viele Besucher trauen sich beim ersten Besuch nicht in die Buddhahalle hinein, insbesondere, wenn dort andere Betende sind. Wenn man aber schon einmal bis zum Gipfel des Sumisan gekommen ist, sollte man auch den letzten Schritt wagen. Auch wenn man kein Buddhist ist, erregt man kein Aufsehen, wenn man zumindest einen grundlegenden Respekt vor dem Buddhismus an den Tag legt. Wenn man etwas falsch macht, werden die anderen einen schon freundlich darauf hinweisen. Sie können sich einfach mit einem Sitzkissen in eine Ecke der Buddhahalle setzen und die Atmosphäre aufsaugen, um sich mit dem Ort vertraut zu machen. Und wenn Sie dann Lust dazu haben, summen Sie mit, oder schauen Sie sich ab, wie eine Verbeugung geht. Wie gesagt: man verbeugt sich nicht vor einem göttlichen Wesen, sondern es geht hierbei um die Reinigung des eigenen Geistes. Und das können Anhänger aller Religionen problemlos tun.

Unzählige Bodhisattvas

Wir haben immer von einem Buddha gesprochen, in Wirklichkeit gibt es aber in einem Tempel viele Buddhafiguren. Warum das so ist? Zunächst einmal ist es so, dass ja jeder zum Buddha werden kann. Es wäre doch sehr komisch, wenn es nur einen Buddha gäbe, obwohl doch alle die Fähigkeit zur Buddhaschaft haben. Der zweite Grund, warum es so viele Buddhafiguren gibt, ist, dass die Menschen verschiedene Dinge von Buddha erwarten. So gibt es für jeden Bedarf einen anderen Buddha. Daneben gibt es auch noch Bodhisattvas. Während ein Buddha eine Person ist, die die Erleuchtung bereits erlangt hat, bezeichnet der Begriff Bodhisattva solche Personen, die kurz davor sind. Bodhisattvas möchten die Erleuchtung erlangen und – das ist das wichtige – auch anderen Wesen dabei helfen. Zum „Hofstaat“ des Buddha gehören zudem viele weitere Figuren, die natürlich auch im Tempel zu sehen sind. Von fleißigen Schülern des Buddha über Berggötter bis hin zum Drachenkönig sind nach und nach immer mehr Elemente des Volksglaubens in die buddhistischen Tempel eingeflossen.

Service

Zum Seitenanfang