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Der Ursprung des Kimchi
it dem Beginn des Feldanbaus wurde Gemüse zu
einem wichtigen Bestandteil auf dem täglichen
Speiseplan des Menschen. Doch insbesondere in Gegenden
mit ausgeprägten Jahreszeiten gab es ein Problem:
Was sollte man in der kalten Jahreszeit tun, wenn
kein frisches Gemüse für die Vitaminzufuhr
zur Verfügung stand? Man löste dieses
Problem, indem man begann, Gemüse einzulegen.
Die Koreaner entwickelten so seit dem 7. Jahrhundert
nach und nach das heutige
Kimchi. |
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Das Geheimnis der Würze
Am Anfang verstand man unter Kimchi einfach nur
eine Art gesalzenes, eingelegtes Gemüse, doch
im 12. Jahrhundert tauchte eine ganz neue Kimchi-Sorte
auf, bei deren Herstellung man auf verschiedene
weitere Gewürze zurückgriff. Im 18. Jahrhundert
kam man schließlich auf die Idee, dem Kimchi
Chilipulver beizugeben. Als im 19. Jahrhundert chinesische
Kohlsorten in Korea eingeführt wurden, entwickelte
sich das Kimchi zu der Beilage, wie wir sie heute
kennen: Scharf eingelegter Chinakohl. |
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Der Ursprung des Wortes „Kimchi“
Man nimmt an, dass das Wort „Kimchi“ auf „shimchae“
zurückzuführen ist. „shimchae“ bezeichnet
das Salzen von Gemüse. Über einige phonetische
Veränderungen (shimchae - dimchae - kimchae
– kimchi) kommen wir auf unser heutiges Wort „Kimchi“.. |
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Warum entwickelte sich Kimchi gerade in
Korea?
Es gibt um den gesamten Globus mehrere Arten von
eingelegtem Gemüse. Warum sich gerade Kimchi
in Korea entwickelte, liegt laut Experten
vor allem an drei Faktoren:
1. Die koreanische Gesellschaft zur damaligen Zeit
stützte sich auf die Landwirtschaft, daher
standen die verschiedensten Gemüsearten zur
Verfügung, die entsprechend den Klimabedingungen
verarbeitet werden mussten. 2. Koreaner kannten schon damals
eine Vielfalt an Methoden, Fisch als Gewürz
zu benutzen; eine wichtige Voraussetzung für
die Haltbarmachung des Gemüses. 3. Chinakohl war in Hülle und
Fülle vorhanden; wichtig für die Verbreitung
des Gerichts. |
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Die Entwicklung des Kimchi im Laufe der
Geschichte
Schon vor der Zeit der Drei Königreiche wird
von der Zubereitung von Kimchi berichtet. Während
der kalten Winter machten die Koreaner aus der Not
eine Tugend. Sie begannen, Gemüse einzulegen
und legten damit den Grundstein für die Entwicklung
des Kimchi. |
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Die Geburt des Kimchi
Es ist schwer, Genaues über die Geburt des
Kimchi zu erfahren, da schriftliche Aufzeichnungen
aus jener Zeit sehr spärlich sind. Wir können
aber annehmen, dass schon sehr früh Gemüse
gesalzen eingelegt wurde, um für die Vitaminzufuhr
im Winter zu sorgen. |
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Kimchi in der Goryeo-Zeit
Kimchi findet Erwähnung in einem Medizinbuch
mit dem Titel “Hanyakgugeupbang”. Es gab zwei
verschiedene Sorten von Kimchi, “Jangaji” (in
Sojasauce eingelegter Rettich) und “Sunmu eogeumjeori”
(gesalzener Rettich). In dieser Zeit begann man,
Kimchi nicht nur für die kalte Winterzeit zuzubereiten,
sondern man lernte Kimchi als Delikatesse während
des ganzen Jahres zu schätzen. In dieser Zeit
findet man auch die ersten scharfen Kimchisorten. |
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Kimchi in der Joseon-Zeit
Die heutige Art des Kimchi entstand mit der Einfuhr
von Chinakohl. Chilipulver erreichte Korea während
der japanischen Invasion von 1592, aber es vergingen
an die 200 Jahre, bis man Chilipulver auch für
die Kimchizubereitung benutzte. Erst in der späten
Joseon-Zeit entstand also die typische rote Farbe
des Kimchi, wie wir sie heute gewohnt sind. |
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Am königlichen Hof
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Kimchi am königlichen Hof in der Joseon-Zeit
Die Könige der Joseon-Zeit genossen gewöhnlich
drei verschiedene Kimchisorten: Kohlkimchi, Rettichkimchi
und wässriges Kimchi. Jeotgukji, eingelegter
Fisch, wurde dem Kimchi hinzugegeben. Ein Kochbuch
der Joseon-Zeit, das „Joseon massangsansik yorijebeop”,
erklaert die Zubereitung von Jeotgukji wie folgt:
„Kohl und Rettich werden zunächst kleingeschnitten
und dann gesalzen. Würzen Sie nun das Gemüse
mit Chilipulver, Knoblauch, Petersilie, Senfkresse
und Seetang. Anschließend kochen Sie ein wenig
eingelegten Fisch auf und lassen ihn wieder abkühlen.
Geben Sie ihn dann dem gewürzten Gemüse
hinzu. Füllen Sie alles in einen großen
Topf und lassen es gären.“ Auch wenn
der wässrige Kimchi (Donchimi), wie der Name
schon sagt, zum größten Teil aus Wasser
besteht, so gab es doch bestimmte Dinge, die bei
der Zubereitung zu beachten waren. Der Kohl musste
eine bestimmte Form haben und einen Tag, bevor er
in einem Topf unter der Erde zur Gärung gelagert
wurde, gewaschen und gesalzen werden. Es gibt eine
Anekdote, die besagt, dass der vorletzte König
der Joseon-Zeit, König Gojong, in kalten Winternächten
eine Vorliebe für kalte Nudeln mit Dongchimisaft
und Rinderbrühe hatte. So begann man, wässriges
Kimchi mit Birnen zuzubereiten, was besonders gut
zu kalten Nudeln passte. |
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Das heutige Kimchi
Auf der ganzen Welt ist Kimchi mittlerweile als
wertvoller Bestandteil auf dem täglichen Speiseplan
bekannt. Überseekoreaner in China, Russland,
Hawaii und Japan waren die ersten, die Kimchi im
Ausland berühmt machten und auch nie die Gewohnheit
ablegten, selbst Kimchi zu essen. Wo immer Koreaner
ihre Zelte aufschlagen, finden sich auch Töpfe
mit Kimchi. Besonders in Amerika und in Japan erfreut
sich Kimchi besonders großer Beliebtheit. |
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