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Slow city
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Die traditionsreiche Stadt Jeonju (전주) gilt als eine der „koreanischsten“ Städte des ganzen Landes. In der Stadt haben sich bis heute viele traditionelle Hanok-Häuser erhalten und man ist stolz darauf, Heimat des immateriellen UNESCO-Kulturerbes Pansori (판소리) und des koreanischen Papiers Hanji (한지) zu sein. Zudem verfügt die Stadt über eine der besten Regionalküchen des Landes: Jeonju Bibimbap (전주비빔밥, Reis mit Gemüse und Kräutern) und Hanjeongsik (한정식, traditionelles Festmahl) sind nur einige der Spezialitäten, für die Besucher aus dem ganzen Land nach Jeonju kommen. Im Zentrum dieser einzigartigen Stadt liegt das wunderschöne traditionelle Altstadtviertel, das nach den für das Viertel typischen Hanok-Häusern offiziell Hanok-Dorf (한옥마을) genannt wird. Mit über 700 alten Häusern ist die Altstadt Jeonjus die größte zusammenhängende Altstadt Koreas. Ergänzt wird das Viertel durch herausragende Kulturschätze und Sehenswürdigkeiten wie den Ahnenschrein Gyeonggijeon (경기전), den Pavillon Omokdae (오목대) oder die alte konfuzianische Hyanggyo-Akademie (향교). Erleben Sie lebendige Traditionen in der koreanischsten Slowcity überhaupt!

Spezialitäten

 Jeonju Bibimbap (전주비빔밥)

Auf frisch gekochten Reis wird ein Feuerwerk an Farben und Geschmäckern aufgebracht: Etwa dreißig Zutaten gehören in ein richtiges Jeonju Bibimbap, und zwar immer die frischesten Gemüse und Kräuter der Saison, die dann mit Gingkonüssen, Pinienkernen, Kastanien und Walnüssen ansprechend dekoriert werden. Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine und Fett sind alle genau im richtigen Verhältnis enthalten, sodass Bibimbap als besonders gesund gilt. Schon das normale Bibimbap ist inzwischen auf der ganzen Welt eines der bekanntesten koreanischen Gerichte, aber Jeonju Bibimbap ist geschmacklich noch einmal eine Stufe höher anzusiedeln.

☞ Verwandte Informationen: Bibimbap-Rezept

 Jeonju Hanjeongsik (전주한정식)

Bei dieser Festtafel nach koreanischer Art kommen die frischesten Fänge des nahen Westmeers mit der reichen Ernte der weiten Ebenen von Honam zusammen. Nicht zu vergessen sind auch die vielen Kräuter und Gemüse von den ebenfalls nicht weit entfernten Bergen. Diese beneidenswerte Versorgungslage mit unterschiedlichen hochqualitativen Zutaten hat der Küche von Jeonju den Ruf eingebracht, die beste des Landes zu sein. Dies liegt auch an einer weiteren besonderen Zutat: der Liebe zum Essen und der Sorgfalt bei der Herstellung der Speisen, die hier beide noch hohe Güter sind. Das Hanjeongsik wiederum gilt nicht nur wegen der Vielfalt der gereichten Spezialitäten, sondern auch wegen den hervorragenden Geschmacks als absolute Krone der Küche von Jeonju.

 Jeonju Kongnamulgukbap (전주콩나물국밥)

Dieses Gericht gibt es seit etwa 100 Jahren auf den Speisekarten Koreas, und natürlich gilt auch bei diesem Gericht die Variante aus Jeonju als das absolute Nonplusultra. Insbesondere die Restaurants der Altstadt pflegen die Tradition dieses Gerichts, bei dem nur die noch ganz jungen Sprossen der Sojabohne in den Topf zu den anderen Zutaten kommen. Jeder Koreaner weiß, dass die Asparginsäure in den Sprossen Alkohol abbauen hilft, deshalb ist das Gericht beliebt als natürliches und wohlschmeckendes Mittel gegen Kater.

 Jeonju Makgeolli (전주막걸리)

Makgeolli ist wohl das älteste aller alkoholischen koreanischen Getränke. Zur Herstellung werden Reis, Getreide und Mehl zu einem Teig geknetet und dieser unter Zugabe von Wasser zum Gären gebracht. So wie die Küche von Jeonju landesweit beliebt ist, ist auch die Makgeolli-Marke von hier sehr bekannt und gilt als eine der drei besten überhaupt.

☞ Verwandte Informationen: Traditionelle Liköre & Weine

 Moju (모주)

Auch der traditionelle Likör Moju erfreut sich großer Beliebtheit und passt besonders gut zu Kongnamulgukbap. Zur Herstellung werden zum normalen Makgeolli acht verschiedene Zutaten hinzugemischt, die auch in der traditionellen Medizin Anwendung finden (u.a. Khakiessig, Ginseng, Zimtpulver, Ingwer, Datteln) und das Gemisch dann erhitzt, bis der Alkohol fast völlig verschwunden ist.

 Jeonju Hanji (전주한지)

Das traditionelle Papier von Jeonju war schon in alter Zeit für seine einzigartige Güte bekannt und wurde jahrhundertelang als das offizielle Papier bei Hofe verwendet. In letzter Zeit haben viele Studien die hohe Qualität des Papiers bestätigt und so findet es z.B. bei der Restaurierung von Büchern Anwendung, auch in ausländischen Bibliotheken. Darüber hinaus besitzt es mit seiner interessanten Textur einen hohen künstlerischen Wert. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ließ das Hanji aus Jeonju z.B. in die Gestaltung seiner Residenz in New York einfließen.

☞ Verwandte Informationen: Hanji-Papier

Attraktionen in der Altstadt

 Schrein Gyeonggijeon (경기전)

Dieser königliche Schrein ist so etwas wie das Wahrzeichen und Zentrum des Altstadtviertels. Er wurde wenige Jahre nach Gründung der Joseon-Dynastie für die Aufbewahrung des Eojin (어진), eines rituellen Porträtbildes des Dynastie-Gründers Taejos gebaut, der aus dieser Region stammte. Aufgrund seines schönen Geländes, das sich harmonisch in die Umgebung einpasst, ist der Ort bei Fotografen oder auch als Drehort beliebt.

Schrein Gyeonggijeon

 Kathedrale von Jeon-dong (전동성당)

Inmitten der traditionellen geschwungenen Dächer erhebt sich stolz die im romanisch-byzantinischen Stil errichtete Kathedrale von Jeon-dong. Der Ort ist historisch bedeutsam, wurden hier doch nur wenige Meter außerhalb des Stadttores Pungnammun (풍남문) die ersten christlichen Gläubigen Koreas von den damaligen Behörden hingerichtet. Das Fundament der Kirche soll auf Steinen stehen, die man von der Hinrichtungsstätte an der Stadtmauer hierher gebracht hat. Besonders sehenswert sind auch die farbenfrohen Kirchenfenster.

Kathedrale von Jeon-dong

 Konfuzianische Akademie Jeonju (전주향교)

In der Goryeo- und Joseon-Dynastie übernahmen die Hyanggyo genannten konfuzianischen Privatakademien die Funktion von Einrichtungen höherer Bildung. Die Gebäude, die man heute sehen kann, stammen aus dem 17. Jahrhundert. Zum Gelände gehören ein Konfuziusschrein (Daeseongjeon, 대성전), ein Lehrsaal (Myeongnyundang, 명륜당), ein Archiv (Jangpangak, 장판각) sowie die westlichen und östlichen Wohngebäude für die Studenten (Seojae & Dongjae 서재• 동재). Besonders sehenswert ist auch der über 400 Jahre alte Gingkobaum, der würdevoll über das Gelände wacht.

  Konfuzianische Akademie Jeonju

 Pavillone Omokdae & Imokdae (오목대• 이목대)

Der auf einem Hügel über der Stadt errichtete Pavillon Omokdae ist durch historische Überlieferungen im kollektiven Gedächtnis der Koreaner verankert: Im Jahr 1380 verjagte Yi Seong-gye (이성계), der spätere Gründer der Joseon-Dynastie, ein japanisches Kontingent aus Namwon und hielt auf dem Weg zurück nach Norden ein rauschendes Siegesbankett an diesem Pavillon ab. Nach Überquerung der kleinen Brücke kommt man zum Pavillon Imokdae, an dem ein Gedenkstein in der Handschrift des 26. Königs der Joseon-Dynastie, Gojong, aufgestellt wurde.

 Anwesen Hakindang (학인당)

Das Anwesen Hakindang ist eines der bekanntesten in der ganzen Altstadt und das über 100 Jahre alte traditionelle Haus strahlt absolute Würde aus. Wer hier übernachtet, fühlt sich gleich in das adlige Leben der Endzeit der Joseon-Dynastie zurückversetzt.

 Pavillon Hanbyeokdang (한벽당)

Zu den traditionellen Acht Sehenswürdigkeiten der Stadt Jeonju gehört auch dieser Pavillon, der in eine Klippe am Berg Seungamsan gebaut wurde. Vom Pavillon hat man eine grandiose Aussicht auf die Umgebung, weshalb der Ort über die Jahrhunderte von vielen berühmten Gelehrten und Dichtern besucht wurde.

Pavillon Hanbyeokdang

 Heilige Stätte am Märtyrerberg Chimyeongjasan (치명자산 성지)

Der Berg hinter dem Pavillon Hanbyeokdang ist in Korea als heilige Stätte des Katholizismus bekannt. Hier wird das einzige zölibatäre Märtyrerehepaar der Welt verehrt, und am Gipfel gibt es eine Kirche. Aber auch ohne den religiösen Hintergrund bietet sich das Gelände mit seinen vielen Blumen und schönen Wegen für einen entspannenden Spaziergang an.

Katholische Stätte Chimyeongsan

 Institut für traditionelles Hanji-Papier Jeonju (전주 전통 한지원)

In diesem Institut hat man sich darauf spezialisiert, Hanji-Papier getreu nach der traditionellen Herstellungsweise zu produzieren. Das Wissen der Vorfahren wird von der Person des Hanji-Schöpfmeisters verkörpert und schafft ein einzigartiges Papier, das von hohem künstlerischen Wert ist. Vom Schöpfen bis zum Eingeben der Musterung und dem Trocknen kann man hier alle Schritte des Herstellungsprozesses aus erster Hand erleben.

Hanji-Museum Jeonju

 Museum für traditionelle alkoholische Getränke in Jeonju
    (전주 전통술 박물관)


Hier wird die alte Tradition Koreas, na ch der jede Familie ihren eigenen Alkohol herstellte, wieder lebendig. Diese Hausalkohole, Gayangju (가양주), genannt, wurden ausschließlich aus natürlichen Zutaten ohne chemische Zusatzstoffe gebraut. Das Museum stellt diese reiche Tradition nicht nur in allen Einzelheiten vor, sondern es ermuntert die Besucher sogar, in einem Erlebnisbereich selbst Alkohol herzustellen. Zudem kann man die traditionelle Trinkweise erlernen.

Museum für traditionelle alkoholische Getränke in Jeonju 

  Zentrum für traditionelles Kunsthandwerk Jeonju (전주공예품전시관)

In der Ausstellung des Zentrums sehen Sie alles, was die Handwerkskunst Jeonjus ausmacht. Von besonderen Alltagsgegenständen bis zu echten künstlerischen Meisterleistungen gibt es eine Vielfalt an Objekten zu sehen. Das Beste: es gibt einen großen Laden, in dem man garantiert von anerkannten Meistern produzierte Kunsthandwerksgegenstände erwerben kann, so z.B. traditionelle Fächer aus echtem Hanji-Papier. Wie in den meisten koreanischen Museen gibt es auch hier attraktive Mitmachangebote für Besucher.

Zentrum für traditionelles Kunsthandwerk Jeonju 

Festivals

 Festival „Stimmen der Welt“ Jeonju (전주세계소리축제)

Jeonju ist die Hauptstadt des epischen Gesangs Pansori, und so setzt sich das Festival zum einen das Ziel, diese Sangeskunst und die koreanische traditionelle Musik bekannter zu machen. Gleichzeitig möchte man aber auch den Gesangs- und Musiktraditionen anderer Länder in Korea ein Forum bieten und so den Austausch zwischen Künstlern weltweit fördern. Freuen Sie sich also auf eine Vielfalt der Stimmen, die bestimmt nicht in Kakophonie endet.

 Hanji-Kulturfestival Jeonju (전주한지문화축제)

Dieses Festival wurde ins Leben gerufen, um die einmalige Qualität des traditionellen Hanji-Papiers zu bewerben. Es gibt eine Parade, eine Hanji-Modenschau und Wettbewerbe zur Kürung des besten Hanji-Meisters des Landes. Natürlich gibt es auch für einfache Besucher eine Menge zu erleben, und jeder kann sich selbst einmal am Hanji-Schöpfen versuchen.

 Bibimbap-Festival Jeonju (전주비빔밥 축제)

Hier kommen Geschmack, Spaß und Eleganz zusammen. Bei einer Ausstellung und Verkostung traditioneller Speisen der Region erleben Sie die reiche kulinarische Tradition Jeonjus mit allen Sinnen. Besonders beliebt sind auch die Kochwettbewerbe und die Ausstellung „101 Bibimbap-Varianten“.

Reiseinformationen

 ▶ Öffentliche Verkehrsmittel

Seoul-> Jeonju
Central City Bus Terminal → Jeonju Express Bus Terminal
(zwischen 05:30 und 24:00 Uhr alle 10 Min. / Dauer: 2 Std. 45 Min.)
Express Bus Terminal Jeonju -> Altstadt Jeonju
* Von der Bushaltestelle gegenüber dem Taxistand (150 m in Richtung Überlandbusterminal) den Bus 5-1 nehmen (alle 15 Min./ Dauer: 15 Min.)
* Vor dem Hauptausgang des Terminals Bus 79 (alle 25 Min. / Dauer: 15 Min.)
* Mit dem Taxi ca. 10 Min.

Touristen-Infotelefon: +82-(0)63-1330 (Kor, Eng, Jap, Chn)
Weitere Informationen: Hanok-Dorf Jeonju
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Jeonjus lyrische Vergangenheit
Homepage des Altstadtviertels (Kor, Eng, Jap, Chn):
http://tour-eng.jeonju.go.kr



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