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Templestay im Tempel Beopjusa

Tempel Beopjusa

Tempel Beopjusa

Wenn man das Tor Iljumun passiert, eröffnet sich vor den Augen eine Welt voller friedlicher Harmonie. Wie bei vielen koreanischen Tempeln üblich, muss man über eine Brücke laufen, um das Tor Geumgangmun, das Haupttor des Tempels Beopjusa, zu erreichen. Nach dem Tor Sacheonwangmun trifft man unter anderem auf die Halle Palsangjeon und eine Buddha-Statue aus vergoldeter Bronze. Hinter der Halle Palsangjeon kann man die Laterne Ssangsaja Seokdeung sehen, die Haupthalle Daeungbojeon befindet sich direkt dahinter.
Der Tempel Beopjusa wurde im Jahre 2018 zu einem UNESCO Weltkulturerbe ernannt und unterscheidet sich etwas von anderen koreanischen Tempeln. Die meisten Tempel, die sich am Fuße eines Berges befinden, sind treppenartig aufgebaut. Der Tempel Beopjusa am Berg Songnisan jedoch liegt sehr abgeschottet und eignet sich daher perfekt für einen ruhigen und erholsamen Aufenthalt.

Beginn des Templestays

Templestay im Tempel Beopjusa

Das Templestay ist ein beliebtes Kulturerlebnisprogramm, bei dem man in einem Bergtempel fern von der Hektik der Großstädte den friedlichen Alltag buddhistischer Mönche selbst erleben kann. Beim Templestay-Programm im Tempel Beopjusa kann man sich ganz auf sich selbst konzentrieren und sich vom Alltagsstress erholen. Hören Sie auf die Geräusche der Natur, wie zum Beispiel dem frischen Wind des Berges Songnisan und machen Sie einen entspannenden Spaziergang entlang des Waldweges.

Tipp) Das Templestay-Programm im Tempel Beopjusa

1. Zweitägiges Programm (Freestyle)
Grundprogramm: yebul (buddhistische Zeremonie), gongyang (buddhistische Mahlzeit)
Optionen (1 Auswahl): Tempeltour, Mandala-Kratzkunst, Lotuslaterne basteln, Salt Mandala, 108 Kniefälle etc.
2. Zweitägiges Programm (Erlebnis)
Grundprogramm: buddhistische Zeremonie, buddhistische Mahlzeit, Tempeltour, 108 Kniefälle, Gespräch und Tee mit einem Mönch, Waldspaziergang etc.
Optionen (1 Auswahl): Mandala-Kratzkunst, Lotuslaterne basteln, Salt Mandala
3. Eintägiges Programm
Grundprogramm: Tempeltour, Gespräch und Tee mit einem Mönch
Optionen (2 Auswahlen): Mandala-Kratzkunst, Lotuslaterne basteln, Salt Mandala, 108 Kniefälle etc.

* Die Programme können sich je nach Umständen ändern.

Grundlagen lernen: hapjang, chasu und sambae

Hapjang

Zwar ist das Programm nur zwei Tage lang, doch es wird großen Wert auf das Lernen der richtigen Etiketten gelegt. Bei der Einführung des Templestays lernen ausländische Teilnehmer über hapjang (Handflächen aneinander halten), chasu (Position der Hände) und sambae (drei Kniefälle). Es kann zu Beginn etwas schwierig wirken, ist jedoch ein wichtiger Teil des Programms.
Hapjang wird genutzt, wenn man innerhalb des Tempels auf Mönche oder weitere Verwalter trifft und sich vor ihnen verbeugt. Chasu ist die Grundposition der Hände, die man einnimmt wenn man läuft oder wenn die Hände nicht in der hapjang-Position sind. Sambae sind die drei Kniefälle, die man vor der Buddha-Statue macht, wobei der erste Kniefall dem Buddha, der zweite seinen Lehren und der dritte Kniefall den Mönchen und allen Lebewesen gewidmet ist.
In Korea ist die Anzahl der Kniefälle sehr wichtig. Ein Kniefall ist für die Lebenden, zwei Kniefälle ist für Verstorbene bei Ahnenritualen und drei Kniefälle werden nur vor dem Buddha gemacht.

Tour durch den Tempel Beopjusa

Ssangsaja Seokdeung (oben) / Halle Daeungbojeon (unten links) / Geumdong Mireukdaebul (unten rechts)

Im Tempel Beopjusa befinden sich drei Nationalschäte, 12 Schätze sowie mehrere Kulturgüter und Naturdenkmale. Besonders die Halle Palsangjeon ist Nationalschatz Nr. 55 und die einzige noch erhaltene, fünfstöckige Pagode, die vor der Neuzeit errichtet wurde. Palsangdo, Gemälde der acht Ereignissen in Buddhas Leben von seiner Geburt bis zu seiner Erleuchtung, sind im Inneren des hölzernen Gebäudes zu finden. Die steinerne Laterne Ssangsaja Seokdeung, Nationalschatz Nr. 5, hat die Form eines Löwen und einer Löwin, die Brust-an-Brust stehen und die Laterne tragen. Bei genauerer Betrachtung kann man sehen, dass der Mund der Löwin offen steht, während der Löwe seinen Mund geschlossen hält. Dies symbolisiert den Anfang und das Ende. Im Buddhismus ist der Löwe das Symbol für Weisheit.
Ebenfalls nennenswert ist die Halle Daeungbojeon, der Schatz Nr. 915, wo man Buddha treffen kann. Das seltene, mittelgroße Gebäude ist vorne sieben kan (koreanische Maßeinheit, ca. 181 m) und an der Seite vier kan lang.

Yebul beginnt mit dem Trommelschlag

Yebul am Abend

Die buddhistische Zeremonie yebul wird zweimal am Tag, einmal frühmorgens und einmal abends, abgehalten. Offiziell beginnt die Zeremonie mit doryangseok, der Reinigung des Tempels, für Teilnehmer des Templestays mit dem Schlag der Tempeltrommel beopgo. Die Trommel ist vorne mit Kuhhaut und hinten mit Stierhaut bezogen. Die Vorderseite zeigt zur Halle Daeungbojeon und wird für die abendliche Zeremonie geschlagen, die Hinterseite für die Zeremonie am Morgen. Während dem Trommeln wird auch die Tempelglocke geläutet, 28 Mal am Morgen und 33 Mal am Abend.

Gongyang

Gongyang

Gongyang bedeutet eigentlich etwa „den Eltern, Lehrern und Nachbarn mit Respekt Speisen darbieten“, im Buddhismus bezeichet es einfach die buddhistische Mahlzeit. Das Essen von Fleisch und starken Gewürzen wie Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Lauch und Schnittlauch ist verboten, daher sind alle Gerichte vegetarisch. Man sollte nur so viel nehmen, wie man essen kann und darauf achten, beim Essen still zu sein (auf Koreanisch mugeon) und sein Geschirr selbst abzuspülen.

108 Wünsche und 108 Kniefälle

Yebul und 108 Kniefälle

Das bedeutungsvollste und auch schwierigste Erlebnis des Templestays sind wohl die 108 Kniefälle. Im Buddhismus sind die Leiden der Menschheit in 108 Kategorien aufgeteilt und um diese Leiden einzeln zu entfernen, sind genau 108 Kniefälle notwendig. Für einige, die an das Sitzen auf Stühlen gewohnt sind, können die Kniefälle besonders wegen den Knien schwer sein. Machen Sie zwischendurch kleine Pausen und halten Sie durch – wenn Sie alle 108 Kniefälle geschafft haben, werden sich Geist und Seele klar und befreit fühlen.

Buddhistischen Rosenkranz herstellen

Yeomju-Erlebnis

Yeomju ist der buddhistische Rosenkranz, der beim Gebet zum Zählen genutzt wird. Traditionell werden sie aus 108 Kugeln der Herbst-Ölweide gemacht und symbolisieren die 108 Leiden, die mit dem Gebet entfernt werden. Beim Templestay können Teilnehmer ihren eigenen Rosenkranz mit 27 Jujubebaumkugeln herstellen.

Spaziergang am Wanderweg Sejo-gil & Gespräch und Tee mit einem Mönch

Einsiedelei Bokcheonam (oben) / Spaziergang am Wanderweg Sejo-gil (unten links) / Gespräch und Tee mit einem Mönch (unten rechts)

Zwar dauert der Templestay insgesamt weniger als 24 Stunden, doch für Menschen, die an ein modernes Lebensstil gewohnt sind, kann der Alltag eines Mönches schwierig sein. Um den letzten Tag des Templestays entspannt ausklingen zu lassen, findet ein Spaziergang entlang des Wanderweges Sejo-gil und das Programm „Gespräch und Tee mit einem Mönch“ statt.
Der Wanderweg wurde nach dem 7. Joseon-König Sejo benannt, da dieser eine tiefe Verbindung mit dem Tempel hat. In seinen späten Jahren leidete Sejo an einer Hautkrankheit, und auf der Suche nach Heilung bereiste er Tempel im ganzen Land, darunter dreimal den Tempel Beopjusa. Es wird besagt, dass bei seinem Besuch einer der Kiefern am Eingang seine Äste hob. Diese Kiefer wurde mit der Regierungsposition jeongipum (entspricht etwa dem heutigen Vizeminister) geehrt und ist auch heute noch unter dem Namen Kiefer Jeongipum zu sehen. Der Wanderweg Sejo-gil verläuft vom Tempel bis zur Halle Saesimjeong, in der viele Geschichten zu König Sejo enthalten sind.

Beopjusa Templestay

  • ☞ Adresse: 405, Beopjusa-ro, Songnisan-myeon, Boeun-gun, Chungcheongbuk-do (충청북도 보은군 속리산면 법주사로 405)
  • ☞ Anfahrt: Vom Songnisan Terminal dauert es mit dem Taxi ca. 5 Minuten, zu Fuß ca. 35 Minuten.
    * Nambu Terminal oder Dong Seoul Terminal → Songnisan Terminal: Fahrtdauer ca. 3 Std. und 30 Min.
  • ☞ Hauptprogramm: Zweitägiges Programm (Freestyle oder Erlebnis), Eintägiges Programm
  • ☞ Programmzeiten
    - Zweitägiges Programm (Freestyle): wochentags
    - Zweitägiges Programm (Erlebnis): Online-Anmeldung
    - Eintägiges Programm: verfügbar, wenn keine zweitägige Programme stattfinden
  • ☞ Kosten
    - Zweitägiges Programm (Freestyle): 70.000 Won
    - Zweitägiges Programm (Erlebnis): 70.000 Won
    - Eintägiges Programm: 30.000 Won
    * Kosten für Erwachsene und Jugendliche
    * Für ausländische Teilnehmer des Freestyle-Programms wird eine Tour zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung angeboten (Gruppen von maximal 5-10 Personen)
  • ☞ Anfragen: +82-43-544-5656, +82-10-9528-5655 (Kor, Eng)
  • ☞ Homepage: templestay.com/beopjusa (Kor, Eng)

Weitere Informationen

  • ☞ Touristentelefon: +82-2-1330 (Kor, Eng, Jap, Chn, Rus, Vtn, Thai, Malay)

* Die Informationen in diesem Artikel sind auf dem Stand von November 2019 und können sich seitdem geändert haben. Daher sollten Sie sich vor Ihrer Reise unbedingt noch einmal informieren.

Datum 03/12/2019

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