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Alles über Kimchi

Kimchi

Laut dem „2020 Topics and Trends Report“ von Facebook soll Kimchi einer der weltweiten Trends des Jahres werden. Der Bericht erwähnt unter anderem die gesundheitsbewusste Einstellung in Australien und die Vorteile, die fermentierte Gerichte wie Kimchi auf den Darm haben. Kimchi ist bei fast allen koreanischen Mahlzeiten dabei, und im Museum Kimchikan können Besucher nicht nur über den Ursprung von Kimchi lernen, sondern auch die verschiedenen Versionen sehen und vieles mehr.

Museum Kimchikan
Museum Kimchikan
Das Museum Kimchikan in Insa-dong bietet mit verschiedenen Ausstellungen und Erlebnisprogrammen einen Einblick in die Welt des Kimchi. Es ist das einzige in Korea, das von CNN zu eines der weltweit 11 besten Essmuseen erklärt wurde. Die Besichtigung des Museums beginnt im 4. Stockwerk, wo sich auch der Ticketschalter befindet. Mit dem Barcode des Tickets hat man Zugang zu allen Ausstellungen. Audioführer sind auf Englisch, Japanisch und Chinesisch am Ticketschalter erhältlich, die Kimchi-Erlebnisse werden jedoch nur auf Englisch geführt.

Ursprung von Kimchi

Ausstellungen im 4. Stockwerk

Kimchi ist nicht nur bei Koreanern sondern auch bei Menschen aus aller Welt beliebt. Es wird vermutet, dass es seinen Ursprung im 4. Jahrhundert hat, als die Menschen eine Methode zum Lagern von Gemüse suchten und schließlich auf das Einlegen kamen. Damals konnte man Gemüse nicht für längere Zeit lagern, fermientiert wurde Gemüse jedoch auch langfristig genießbar.

In den 5. und 6. Jahrzehnten wurde Gemüse in Salz oder Sojasoße eingelegt und jangajji genannt. Ab dem 12. Jahrhundert kamen Zutaten wie Ginseng, Knoblauch und Zwiebeln hinzu, und Kimchi wurde in die Kategorien „gewürztes Kimchi“ und „Wasser-Kimchi“ aufgeteilt.

Jeotgal, gesalzene Meeresfrüchte, kamen im 15. und 16. Jahrhundert hinzu und es entstand das sogenannte seokbakji-Kimchi. Chilischoten wurden erst während der Joseon-Zeit im 17.-18. Jahrhundert als Kimchi-Zutaten genutzt, als sie zum ersten Mal nach Korea eingeführt wurden. In den kommenden Jahren marinierte man den Chinakohl dann zwischen jeden einzelnen Blättern, und so wurden zwei der heute bekanntesten Arten, tongbaechu-Kimchi und bossam-Kimchi, geschaffen.

Entstehung von Kimchi

Ausstellung einer alten Küche mit Utensilien zur Kimchi-Herstellung (Quelle: Museum Kimchikan)

Ein wesentlicher Bestandteil des Herstellungsprozesses von Kimchi ist das buddumak, eine traditionelle Kochstelle, die die koreanische Kochkultur von anderen nordostasiatischen Ländern unterscheidet.

Das buddumak diente sowohl zum Kochen als auch zum Heizen des Hauses. Der Nachteil war allerdings, dass die Herde aus Lehm oder Steinen gemacht wurden und es so kaum möglich war, eine hohe Temperatur beizubehalten. Daher werden viele koreanische Gerichte nur auf niedriger Hitze oder mit einer kurzen Kochzeit bei höherer Hitze zubereitet, und fermentierte Gerichte und Gerichte mit langer Lagerungszeit waren unentbehrlich. Eines dieser so entstandenen Gerichte ist Kimchi.

Arten von Kimchi

Verschiedene Arten von Kimchi

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kimchi herzustellen, und daher gibt es auch viele verschiedene Arten von Kimchi. Die genaue Anzahl ist unbekannt, sie wird jedoch auf über 300 geschätzt. Diese Arten lassen sich zusätzlich je nach Regionen, Jahreszeiten, Zutaten und mehr unterscheiden.

Kimjang-Kimchi (oben), <em>dongchimi</em> (unten links) & <em>yeolmu</em>-Kimchi (unten rechts)

Jede Region hat eine einzigartige Zubereitungsweise für Kimchi. In Seoul und Gyeonggi-do ist das Kimchi weder allzu salzig noch geschmacklos und wird mit viel jeotgal zubereitet. Dies betrifft die meisten baechu-Kimchi (Chinakohlkimchi), die in Restaurants serviert werden. Im Vergleich dazu ist Kimchi in der Region Jeollanam-do, die landesweit für ihre Küche bekannt ist, scharf und salzig. Einige Beispiele für Kimchi aus Jeollanam-do sind godeulbbaegi-Kimchi (Kimchi mit einer Art koreanischer Gänseblümchen), gat-Kimchi (Kimchi aus braunem Senf) von Haenam sowie dongchimi (Rettich Wasser-Kimchi) von Naju. Regionen mit leichtem Zugang zum Meer nutzen auch Meeresfrüchte als Zutaten für Kimchi. In Gangwon-do werden gajami sikhae (scharfe fermentierte Schollen) und Tintenfisch in Kimchi hinzugefügt, während Chungcheong-do jogijeot (gesalzener Umberfisch), hwangseogeojeot (gesalzener Gelbfisch) oder saeujeot (gesalzener Shrimp) nutzt.

Die Art von Kimchi, die zubereitet wird, kann sich je nach Jahreszeit unterscheiden. Im Frühling werden vor allem minari-Kimchi (Wasserfenchel-Kimchi) und eolgari baechu-Kimchi (Kimchi mit im Winter angebautem Chinakohl) zubereitet, während es im Sommer Kimchi-Arten wie yeolmu-Kimchi (Kimchi mit im Spätherbst oder Frühwinter angebautem Rettich) und Kimchi mit Gurken gibt. Im Herbst wird meistens Kimchi mit Chilischoten, kkaennip (Sesamblättern) und Schnittlauch gegessen, und im Winter ist das stark gewürzte Kimjang-Kimchi sehr üblich.

Kimchium-Ausstellung im Museum Kimchikan

In einem Teil des Museums kann man die verschiedenen Kimchi-Arten Koreas und fermentierte Gerichte aus aller Welt sehen. Der Ausstellungsraum wird stets kühl gehalten, ähnlich wie eine begehbare Kühlkammer. Der Name der Ausstellung, Kimchium, bezieht sich auf den Ort, wo früher Kimchi gelagert wurde.

Vorteile von Kimchi

Zutaten von Kimchi

Ebenso wie die Kimchi-Arten sind auch die Zutaten vielfältig. Die üblichen Gewürzzutaten für Chinakohl-Kimchi sind unter anderem Salz, Knoblauch, Ginseng, Fischsoße (zum Beispiel Sardellenbrühe), saeujeot, Chilipulver und chapssalpul (Klebreispaste). Jede dieser Zutaten spielt nicht nur für den Geschmack, sondern auch bei der Fermentation, Aufbewahrung und dem Nährwert des Kimchi eine besondere Rolle.

Das amerikanische Gesundheitsmagazin Health Magazine hat Kimchi zu einem der 5 gesündesten Gerichte der Welt ernannt. Im Kimchi sind viele Nutzbakterien enthalten, die bei der Verdauung helfen, darunter Leuconostoc, Lactobacillus und Weissella. Durch das Chilipulver ist Kimchi außerdem eine gute Quelle für Vitamin C.

Kimjang-Kultur

Kimjang-Kultur

Jedes Jahr im Spätherbst oder Frühwinter bereiten koreanische Familien gemeinsam große Mengen an Kimchi zu und verteilen dies unter Verwandten oder in ihrer Gemeinschaft. Diese sogenannte Kimjang-Kultur besteht schon seit vielen Generationen und in allen Regionen. Mit Kimjang entsteht ein Gefühl der Zugehörigkeit und lässt die Koreaner jeong (Zuneigung und Gemeinschaft) ausüben. Da Kimchi außerdem eine kreative Nutzung von natürlichen Zutaten aufweist, wurde Kimjang im Jahre 2013 zu einem immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt.

Tipp) Eigenes Kimchi zubereiten
Kimchi-Erlebnis im Museum Kimchikan
Das Museum Kimchikan bietet Programme an, bei denen Ausländer mehr über Kimchi lernen und mit eigenen Händen erleben können. Die Kurse werden auf Englisch angeboten und Teilnehmer können entweder scharfes baechu-Kimchi oder einfaches baekkimchi („weißes Kimchi“) zubereiten. Besonders beliebt ist das sogenannte Tageskimchi-Programm, bei dem man einer Anleitung auf Englisch, Japanisch oder Chinesisch folgt und ganz ohne Hilfe selbst Kimchi zubereiten kann.

Weitere Orte, die Kimchi-Programme anbieten sind zum Beispiel das Korea House in Seoul, das Kimchi-Kulturzentrum in Jeonju, der Kimchi-Themenpark in Gangwon-do, das Donghae Kimchi-Dorf in Haenam, das Choseong Kimchi-Dorf in Yeoncheon, das Gwangju Kimchi Town, die Kimchi-Erlebnishalle Mimi in Busan und mehr. Da sich die Programme je nach Ort unterscheiden, sollte man sich im Voraus erkundigen.
  • ☞ Adresse: 4-6F, 35-4, Insadong-gil, Jongno-gu, Seoul (서울특별시 종로구 인사동길 35-4 뮤지엄김치간 4~6층)
  • ☞ Anfahrt
    - U-Bhf. Anguk (Linie 3), Ausgang 6. Von dort sind es ca. 5 Minuten Fußweg.
    - U-Bhf. Jonggak (Linie 1), Ausgang 3 oder 3-1. Von dort sind es ca. 5 Minuten Fußweg.
  • ☞ Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr
    * montags, an Neujahr, Seollal, Chuseok und Weihnachten geschlossen
  • ☞ Kosten: Erwachsene 5.000 Won, Jugendliche 3.000 Won, Kinder 2.000 Won
    * Erwachsene (20-64 Jahre), Jugendliche (8-18 Jahre), Kinder (3-7 Jahre)
    * Hanbok-Erlebnis: 1.000 Won
    * separate Kosten für Kimchi-Erlebnis
  • ☞ Kimchi-Erlebnis: baekkimchi 20.000 Won, tongbaechu-Kimchi 20.000 Won, Tageskimchi 6.000 Won, Kimchi-Kunsthandwerk (Tragetasche) 6.000 Won
    * Programmzeiten siehe Homepage
    * Programme für tongbaechu-Kimchi und baekkimchi nur auf Englisch
    * von Januar-März nur baekkimchi-Programm verfügbar
  • ☞ Anfragen: +82-6002-6456 (Kor)
  • ☞ Homepage: www.kimchikan.com (Kor, Eng, Jap, Chn)
Weitere Informationen
  • ☞ Touristentelefon: +82-2-1330 (Kor, Eng, Jap, Chn, Rus, Vtn, Thai, Malay)

* Die Informationen in diesem Artikel sind auf dem Stand von Januar 2020 und können sich seitdem geändert haben. Daher sollten Sie sich vor Ihrer Reise unbedingt noch einmal informieren.

Datum 18/02/2020

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