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Aufbau der Tempel
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6. Pagoden & Steinlaternen

Steinpagode Tap (탑塔)

Vor der Buddha-Halle stehen entweder zwei Steinpagoden oder auch nur eine, die Reliquien des Buddha oder seiner Lehre beinhalten. Sie sind also kein einfaches Bauwerk, sondern eine Veranschaulichung von Leben und Werk des Buddha. Gläubige sehen in der Pagode den Buddha vor sich und verbeugen sich respektvoll, oder sie umrunden sie, während sie Sutren aufsagen. Auf dem Weg zu Tempeln oder auch in Tempeln selbst sieht man auch kleine Türmchen aus Steinen. Diese wurden von Gläubigen nach und nach hergestellt; jeder legt einen Stein auf einen anderen und so wachsen die Pagoden. Man verbindet Wünsche damit und zeigt seine Zugehörigkeit zur Gemeinschaft.
Jedes Land hat eigene Charakteristika beim Pagodenbau. Während in Korea meist Stein bzw. Granit verwendet wurde, sind die meisten Pagoden in China aus Ziegelsteinen und in Japan verwendet man hauptsächlich Holz. Stein und Granit waren in Korea reichlich vorhanden, und im Vergleich zu den Nachbarn war man sehr kunstfertig in der Verarbeitung dieser harten Stoffen. Natürlich gibt es auch in Korea Holz- und Ziegelpagoden, aber die bekanntesten sind ohne Zweifel die Steinpagoden, darunter z.B. Seokgatap und Dabotap im Tempel Bulguksa, die fünfstöckige Pagode in den Ruinen des Tempels Jeongnimsa bei Buyeo und die dreistöckige Pagode in den Ruinen des Tempels Gameunsa bei Gyeongju.

Steinlaterne Seokdeung (석등 石燈)

Steinlaternen stehen an vielen wichtigen Orten des Tempels, so z.B. vor der Buddha-Halle, bei Pagoden oder bei Budo-Stelen (s. unten). Wie so viele Elemente der Tempel haben sie neben der praktischen Funktion des Ausleuchtens auch eine symbolische Bedeutung, und zwar stehen sie für Weisheit, Lehre und Erleuchtung im religiösen Sinne. Sie sollen daran erinnern, dass die Lehre Buddhas ein Licht in der dunklen Welt des Leids ist.

Stele Budo (부도 浮屠)

An einem Ort im Tempel, meist etwas abseits des Hauptgeschehens, werden Stelen errichtet, die an Werk und Leben bekannter Mönche erinnern sollen. Wenn solche Stelen oder Denkmäler die Asche der Mönche enthalten, werden sie Budo genannt. Die Tradition der Budo hat sich seit Ende des Vereinten Sillas (676-935) ausgebreitet. Ursprünglich war es der Seonjong-Orden, der diesen Brauch besonders pflegte. Dies war ganz natürlich, denn in diesem Orden war die Übertragungslinie der Lehre von Mönch zu Mönch besonders wichtig. Die Schüler verehrten die sterblichen Überreste ihres Meisters und erinnerten so an die Lehren, die sie von ihm erhalten hatten. Diese Tradition wird auch heute noch gepflegt.

Quelle: Rat des Koreanischen Buddhismus

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