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Gyeongjus 1000-jährige Geschichte in einer Nacht

Foto) Frühling am Pavillon Bomunjeong und See Bomunhosu

Für Koreaner ist Gyeongju wohl unbestritten die Stadt mit dem größten historischen Wert. Sie war Hauptstadt des Silla-Reiches (57 v.Chr. - 935 n.Chr.) und beherbergt zahlreiche nationale Schätze und Überreste, darunter viele UNESCO Weltkulturerbestätten wie der Tempel Bulguksa, die Grotte Seokguram, die historischen Gebiete Gyeongjus und das Dorf Yangdong.

Wir haben eine zweitägige Route zusammengestellt, mit der Sie die hervorragende Architektur der Silla-Zeit und die großartige Kultur des Buddhismus erleben können.

Tag 1

10:00 Uhr, Nationalmuseum Gyeongju

Foto) Anblick des Nationalmuseums (Quelle: Gyeongju-si)

Bevor man einen unbekannten Ort besucht, ist es hilfreich, sich über das Reiseziel zu informieren. Beginnen Sie Ihre Tour durch Gyeongju am Nationalmuseum und lernen Sie mehr über die Geschichte der Stadt kennen.

Das Museum bietet einen Überblick der Geschichte der Silla-Zeit und Gyeongjus und hat Ausstellungen zur Geschichte und Kunst Sillas, sowie eine Ausstellung im Freien und vieles mehr zu bieten. Die Silla History Gallery stellt in zeitlicher Reihenfolge Überreste der Silla-Zeit zur Schau. Das Highlight der Galerie ist die Ausstellungshalle 2, in der goldene Kronen, Gürtel und weitere prachtvolle Accessoires, die vom Grabmal Cheonmachong ausgegraben wurden, zu finden sind.

Fotos) Ausstellung im Nationalmuseum (links) / Heilige Glocke von König Seongdeok (rechts)

In der Silla Art Gallery sind etwa 700 Kunstwerke ausgestellt. Da das Silla-Reich buddhistisch war, kann man viele Spuren des Buddhismus finden. Die Wolji Hall ist gefüllt mit Überresten, die um den Palast Donggung und Teich Wolji gefunden wurden, während draußen die Heilige Glocke von König Seongdeok und weitere Reliquien aus Tempel- und Palaststätten ausgestellt sind.

Um die Besichtigung für ausländische Besucher leichter zu machen, bietet das Nationalmuseum Audioführer für 2.000 Won zum Verleih an. Die Audioführer kann man in der Buchhandlung innerhalb des Museums in Koreanisch, Englisch, Japanisch oder Chinesisch bekommen.

  • ☞ Adresse: 186, Iljeong-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 일정로 186 국립경주박물관)
  • ☞ Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr / sonntags und an Feiertagen 10:00-19:00 Uhr (an Neujahr, Seollal und Chuseok geschlossen)
  • ☞ Eintritt: kostenlos (Es können Kosten für spezielle Ausstellungen anfallen.)
  • ☞ Homepage: gyeongju.museum.go.kr (Kor, Eng, Jap, Chn)

12:00 Uhr, Dorf Gyochon

Foto) Anblick des Dorfes (links) / Werke aus der Keramik-Werkstatt (rechts)

Das Dorf Gyochon beherbergt sowohl alte als auch neu gebaute Hanok-Gebäude, die wundervoll zusammen harmonieren. In den Werkstätten für Keramik und Glas sowie dem Erlebniszentrum für nubi (traditionelles Steppen) kann man allerlei Kunsthandwerke kostenlos ansehen und gegen eine Teilnahmegebühr auch selbst herstellen.
Auf einem großen Platz im Dorf kann jeder traditionelle Volksspiele wie neolttwigi (Hüpfen auf einer Wippe), gulleongsoe (Reifen rollen), tuhonori (Pfeile werfen) etc. ausprobieren.

Fotos) Gyori Gimbap (links) / Traditioneller Tee und Snack (rechts)

Wenn Sie Hunger bekommen, probieren Sie Gyori Gimbap. Diese Sorte von Gimbap ist so beliebt, dass Menschen dafür in langen Schlagen stehen! Im Gegensatz zu gewöhnlichen Gimbap-Varianten sind hier eine große Menge Eier enthalten und geben dem Gimbap einen besonders leckeren und herzhaften Geschmack. Bei gutem Wetter lohnt es sich, ein schönes Eckchen im Dorf zu finden und dort das Gimbap und eine kleine Pause zu genießen. Für eine leckere Tasse traditionellen koreanischen Tees können Sie zu einem der traditionellen Cafés im Dorf gehen.

  • ☞ Adresse: 39-2, Gyochon-gil, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 교촌길 39-2)
  • ☞ Homepage: www.gyochon.or.kr (Kor)

14:00 Uhr, Grabanlage Daereungwon

Foto) Grabanlage Daereungwon

Einer der wohl einzigartigsten Anblicke bietet sich an der königlichen Grabanlage Daereungwon, die etwa 23 „Hügel“ enthält. Bei diesen Hügeln handelt es sich tatsächlich um die Grabmäler von Königen, Königinnen und Adligen aus der Silla-Zeit. Anders als gewöhnliche Grabmäler, die sich in abgelegenen Gegenden befinden, findet man das Daereungwon mitten in der Stadt, sodass viele Touristen und Einwohner Gyeongjus zum Spazierengehen hierher kommen.

Fotos) Eingang zum Grabmal Cheonmachong (links) / Goldene Krone, gefunden im Cheonmachong (rechts)

Das bekannteste Grabmal der Grabanlage ist Cheonmachong, das als einziges Grabmal auch betreten werden kann. Die im Grabmal Cheonmachong ausgestellten Überreste sind Nachstellungen, die Originale sind im Nationalmuseum Gyeongju aufbewahrt.

  • ☞ Adresse: 9, Gyerim-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 계림로 9)
  • ☞ Öffnungszeiten: 09:00-22:00 Uhr
  • ☞ Kosten: Erwachsene 2.000 Won, Jugendliche 1.200 Won, Kinder 600 Won

16:00 Uhr, Pause in der Caféstraße Nodong-dong

Foto) Anblick eines Grabes aus einem Café-Fenster

Wenn Sie der Route bislang gut gefolgt sind, werden Sie nun sicher etwas Müdigkeit verspüren. Die bisherigen Sehenswürdigkeiten befinden sich alle im Historischen Gebiet Gyeongjus, das zu den UNESCO Kulturerbestätten gehört. Nehmen Sie eine kleine Erholungspause mit Ausblick auf die historische Landschaft! Im Viertel Nodong-dong befinden sich viele Cafés, von deren Fenstern man die Grabanlage Daereungwon sehen kann. Die Caféstraße ist nicht sehr lang, doch sie ist perfekt für etwas Entspannung mit einer wohlriechenden Tasse Kaffee.

  • ☞ Adresse: Nodong-dong (Straße Jungang-ro), Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 노동동(중앙로) 일대)

17:00 Uhr, Jungang-Markt Gyeongju

Foto) Jungang-Markt

Der Jungang-Markt Gyeongju wird auch oft Arae-Markt genannt und ist ein traditioneller 5-Tage-Markt, der jeden 2., 7., 12., 17., 22. und 27. Tag des Monats öffnet. An den Verkaufstagen wimmelt es von Händlern und Kunden, sowie von allerlei Sehenswertem und Leckereien. Sollten Sie also an einem der Öffnungstage des Marktes in Gyeongju sein, dürfen Sie sich einen Besuch des Marktes auf keinen Fall entgehen lassen!
Doch auch wenn Sie die Verkaufstage verpassen sollten, ist das nicht schlimm, denn auf dem Markt gibt es Geschäfte, die dauerhaft geöffnet sind und alle Besucher willkommen heißen. In der Essenszone des Marktes erwarten tteokbokki (Reiskuchen in scharfer Soße), eomu (Fischkuchen), hoe (frischer roher Fisch), jeon (koreanische Gemüsepfannkuchen) und viele weitere bekannte Straßengerichte die Touristen, sodass kaum jemand den Markt hungrig verlassen wird.

  • ☞ Adresse: 295, Geumseong-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 금성로 295)

18:00 Uhr, Sternwarte Cheomseongdae

Foto) Die Sternwarte bei Nacht (Quelle: Gyeongju-si)

Die Sternwarte Cheomseongdae wurde im 16. Regierungsjahr der Silla-Königin Seondeok gebaut und ist somit das älteste steinerne Gebäude Asiens. Mit einer Höhe von etwa 9 Metern ist die Sternwarte noch heute in ihrer Originalform erhalten.
Cheomseongdae gilt als Kulturgut, das sowohl kunstvoll ist als auch die wissenschaftliche Technik der Vergangenheit wiederspiegelt. Da die Sternwarte auch bis spät am Abend kostenlos besucht werden kann, ist sie ein beliebter Ort für abendliche Spaziergänge.

  • ☞ Adresse: 140-25, Cheomseong-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 첨성로 140-25)
  • ☞ Öffnungszeiten: Winterzeit 09:00-21:00 Uhr / Sommerzeit 09:00-22:00 Uhr

19:00 Uhr, Palast Donggung und Teich Wolji

Foto) Nachtansicht von Donggung und Wolji

Der Palast Donggung diente als Residenz der Kronprinzen der Silla-Zeit und wurde auch für Festmahle zum Besuch wichtiger Persönlichkeiten oder bei freudigen Ereignissen des Reiches genutzt. Der Palast und der umliegende Teich Wolji bieten einen atemberaubenden Anblick und haben einen hohen Wert als Kulturerbestätte. Vor allem nachts, wenn die Beleuchtungen angeschaltet werden und die Umgebung in eine romantische Atmosphäre tauchen, kommen viele Menschen für einen Spaziergang hierher.
Über 30.000 Reliquien wurden in dieser Gegend ausgegraben und die vielen Alltagsgegenstände unter den Funden sind äußerst wertvoll für Studien zur Gesellschaft und Kultur der Silla-Zeit. Die Reliquien sind in der Halle Wolji im Nationalmuseum Gyeongju ausgestellt.

  • ☞ Adresse: 102, Wonhwa-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 원화로 102)
  • ☞ Öffnungszeiten: 09:00-22:00 Uhr (Ticketverkauf und Einlass bis 21:30 Uhr)
  • ☞ Kosten: Erwachsene 2.000 Won, Jugendliche 1.200 Won, Kinder 600 Won

Tag 2

09:00 Uhr, Tempel Bulguksa

Foto) Wunderschöne Herbstlandschaft am Tempel Bulguksa

Der Tempel Bulguksa ist der wohl bekannteste Tempel in Korea und ein solch geschätztes Kulturgut, dass die meisten Koreaner ihn mehr als einmal in ihrem Leben gesehen haben. Er wird dafür geschätzt, dass seine Gebäude die buddhistischen Gedanken und Doktrinen wiederspiegeln und so im Jahre 1995 zu einem UNESCO Welterbe ernannt.
Innerhalb des Tempels befinden sich die Pagoden Seokgatap und Dabotap. Die Pagode Seokgatap zeigt eine sehr einfache Schönheit, während die Pagode Dabotap recht prächtig ist. Trotz dieses großen Unterschieds ergänzen sie sich wunderbar und strahlen Harmonie aus.
Nachdem Sie den Tempel Bulguksa besichtigt haben, geht es weiter zur Grotte Seokguram, die die künstlerische Quintessenz der buddhistischen Kunst der Silla-Zeit zeigt. Denken Sie jedoch daran, dass es in der Umgebung der Grotte keine Restaurants gibt, sodass Sie am besten am Tempel Bulguksa Mittag essen sollten.

  • ☞ Adresse: 385, Bulguk-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 불국로 385)
  • ☞ Öffnungszeiten: Feb. 7:30-17:30 Uhr / März-Sept. 7:00-18:00 Uhr / Okt. 7:00-17:30 Uhr / Nov. 7:00-17:00 Uhr / Dez.-Jan. 7:30-17:00 Uhr
  • ☞ Kosten: Erwachsene 5.000 Won, Jugendliche 3.500 Won, Kinder 2.500 Won

12:00 Uhr, Grotte Seokguram

Foto) Buddha-Statue Bonjonbul (Quelle: Gyeongju-si)

Die Grotte Seokguram ist Koreas repräsentativer Höhlentempel, der sich auf dem Berg Tohamsan befindet. Sie zeigt den Glauben und die herausragende Bautechnik der Silla-Zeit und wurde gemeinsam mit dem Tempel Bulguksa zu UNESCO Weltkulturerben ernannt.
Der wohl größte Blickfang der Grotte ist die riesige Statue eines sitzenden Buddhas. Um die Statue herum finden sich auch weitere Skulpturen, die Besucher zum Staunen bringen werden.

  • ☞ Adresse: 873-243, Bulguk-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 불국로 873-243)
  • ☞ Öffnungszeiten: Feb. – Mitte März, Okt. 7:00-17:30 Uhr / Mitte März – Sep. 6:30-18:00 Uhr / Nov.-Jan. 7:00-17:00 Uhr
  • ☞ Kosten: Erwachsene 5.000 Won, Jugendliche 3.500 Won, Kinder 2.500 Won

14:00 Uhr, Tourismuskomplex Bomun

Foto) Tourismuskomplex Bomun

Der Tourismuskomplex Bomun erstreckt sich rund um den See Bomunho, etwa 10 km östlich der Innenstadt Gyeongjus. Er ist der größte Tourismuskomplex des Landes und beherbergt Luxushotels, Ferienwohnungen, einen Golfplatz, einen Themenpark, einen Wasserpark und eine Vielzahl an Spazierwegen, die die Attraktionen des Komplexes miteinander verbinden.

Im Frühling wird die ganze Stadt Gyeongju in ein Meer aus Kirschblüten getaucht, doch der Tourismuskomplex Bomun ist besonders schön. Daher kommen Touristen von überall her, um die wunderschöne Kirschblütenpracht aus pinken und weißen Blüten zu genießen.

  • ☞ Adresse: Gegend von Sinpyeong-dong, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 신평동 일대)

17:00 Uhr, Weltkulturexpopark Gyeongju

Foto) Gyeongju Tower, erbaut nach dem Motiv der neunstöckigen Holzpagode des Tempels Hwangryongsa

In der Nähe des Tourismuskomplex Bomun fällt bereits von weitem der Gyeongju Tower ins Auge. Er ist ein Wahrzeichen des Weltkulturexpoparks und als Vorlage bei seinem Bau diente die neunstöckige Holzpagode des Tempels Hwangryongsa, gebaut während der Silla-Zeit.
Innerhalb des Turms finden sich Reliquien und Dokumente aus der Silla-Zeit, durch die Touristen die Geschichte Gyeongjus kennenlernen können, und auch die Aussicht vom höchsten Stockwerk sollte man sich nicht entgehen lassen.

Foto) Stände im Park erklären die Kultur verschiedener Länder

Die Weltkulturexpo soll dazu verhelfen, nicht nur die Entwicklung der menschlichen Kultur zu steigern, sondern auch eine neue Kultur aus der Harmonie der Kultur Gyeongjus und anderen Kulturen zu schaffen. Die Expo wurde zum ersten Mal im Jahre 1998 eröffnet und findet jährlich zu einem neuen Thema statt. Im Jahr 2017 wurde hier zudem die gemeinschaftliche „Ho Chi Minh City – Gyeongju World Culture Expo 2017“ abgehalten.

  • ☞ Adresse: 614, Gyeonggam-ro, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do (경상북도 경주시 경감로 614)

TIPP) Gyeongjus Spezialitäten
Hwangnamppang & Chalborippang

Fotos) Hwangnamppang (links) (Quelle: Hwangnamppang) / Chalborippang (rechts)

Hwangnamppang gehört zu den Leckereien, die man bei einem Besuch Gyeongjus unbedingt probieren sollte, und es bekam seinen Namen von der Gegend Hwangnam-dong, in der das Gebäck zum ersten Mal verkauft wurde. Es besteht aus Mehlteig, der mit roter Bohnenpaste gefüllt und zu kleinen Bällchen gerollt wird. Auf diese Bällchen wird ein Stempel mit Kammzahnmuster gedrückt und danach werden sie gebacken, was den aromatischen Duft der Bohnenpaste zum Vorschein bringt.

Eine weitere Leckerei Gyeongjus ist Chalborippang. Der Teig wird aus Gerstenmehl hergestellt und zu kleinen, runden Scheibchen geformt, zwischen die rote Bohnenpaste kommt. Das Gebäck ähnelt westlichen Pfannkuchen und ist weich und leicht klebrig.

Weitere Informationen
☞ Anreise (Seoul Gyeongju):
KTX-Zug: Bahnhof Seoul → Bahnhof Singyeongju (Kosten Erwachsene 49.300 Won / Fahrtdauer etwa 2 Stunden)
Bus: Seoul Express Bus Terminal → Gyeongju Express Bus Terminal (Kosten Erwachsene 19.100-31.100 Won / Fahrtdauer etwa 3 Std. 30 Min.)
☞ Homepage: guide.gyeongju.go.kr (Kor, Eng, Jap, Chn)
☞ Touristentelefon: +82-2-1330 (Kor, Eng, Jap, Chn, Rus, Vtn, Thai, Malay)

Stand: 06.11.2018


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