24.04.2025
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Korea_Tourism
Kultur
Hanok_Dorf_Bukchon
Seochon
Die Gegend westlich vom Palast Gyeongbokgung wird Seochon („westliches Dorf“) genannt, und nördlich vom Palast ist Bukchon („nördliches Dorf“). Hier ist die Vergangenheit Seouls gut erhalten geblieben, doch es gibt auch viele weitere, moderne Reize. Die Hanok-Gebäude sind Teil des modernen Alltags und der modernen Kultur, und die Gassen sind voller Cafés, Buchhandlungen und Galerien mit toller Atmosphäre. Die niedrigen Dächer der traditionellen Hanoks bilden einen einzigartigen Kontrast zu den modernen Hochhäusern, und mit den umliegenden Bergen bietet sich eine harmonische und wunderschöne Landschaft.
Entdeckt mit uns die verschiedenen Reize von Seochon und Bukchon, die zu jeder Reiseroute in Seoul gehören!
Seochon ist eine Gegend, in der seit jeher Künstler während ihres Aufenthalts viel Inspiration fanden. Von der Joseon-Zeit bis zur Moderne entstanden hier bedeutende Werke von Dichtern, Schriftstellern und Malern, und auch heute noch kann man eine künstlerische Atmosphäre spüren, denn überall in den Gassen gibt es kleine Galerien, unabhängige Buchhandlungen, Kulturkomplexe und mehr. Hier harmonieren schlichter Alltag, literarische Stimmung und die stille Natur am Fuß des Berges Ingwangsan miteinander.
Esskulturstraße im Dorf Sejong (Quelle: Photo Korea – Ahn Young-gwan)

Yeopjeon-Lunchbox auf dem Tongin-Markt (Quelle: Photo Korea – My Pictures)

Hyoja Bakery (Quelle: Naver-Blog virus880)
Trotz seiner Lage in der Innenstadt von Seoul ist Seochon ein relativ altes Wohnviertel, in dem es auch Gewerbeflächen gibt. Sie befinden sich in Flachbauten und Hanok-Gebäuden, und man kann daher gut die Atmosphäre eines alten Dorfes in Seoul erleben. Anstatt großer Franchise-Geschäften findet man hier kleine, alte Bäckereien, Restaurants und traditionelle Märkte.
■ Empfehlenswerte Orte
Tongui-dong Boanyeogwan (Quelle: Danim 6th Gen. Han Sang-ryeol)
Haus von Yi Sang / Stätte von Yun Dong-jus Unterkunft als Student (Quelle: Photo Korea – Ahn Young-gwan)
Seochons Nähe zum Palast Gyeongbokgung führte in der Joseon-Zeit dazu, dass hier viele Beamte und Gelehrte, die im Palast arbeiteten, und Intellektuelle der Mittelschicht lebten. In den 1900er Jahren, als die Gegend im Vergleich zum eher konservativen Bukchon etwas liberaler und ruhiger wurde, ließen sich hier mehr und mehr Schriftsteller und Maler nieder. Auch heute noch trifft man bei einem Spaziergang durch die Straßen von Seochon auf Orte, wo einst literarische Persönlichkeiten lebten, und kann einen Einblick in ihre künstlerische Welt erhalten.
■ Empfehlenswerte Orte
Tal Suseongdonggyegok (Quelle: Travel Leader 15th Gen. Lee Su-jeong)
Chosochaekbang (Quelle: Danim 6th Gen. Kim Eun-jin)
Inwangsan Daechung Park (Quelle: Daechung Park)
Ein weiterer Reiz von Seochon ist die Nähe zur Natur. Man muss nur etwas den Berg Inwangsan hinauf gehen, um dem städtischen Lärm zu entkommen und stattdessen von einer friedlichen Naturlandschaft aus Bäumen, Felsen und Tälern umgeben zu sein. Auch der Berg diente für viele Künstler als Inspirationsquelle, und seine wunderschöne Natur wurde von Jeong Seon, ein Maler der Joseon-Zeit, in seinem Kunstwerk Inwangjesaekdo (bedeutet etwa „Berg Inwangsan nach dem Regen“) sowie in Versen vieler Dichter dargestellt. Der Wanderweg Dulle-gil bietet die Möglichkeit, sich inmitten der Natur vom Alltagsstress zu erholen.
■ Empfehlenswerte Orte
✅ Dauer: ca. 2 Stunden (2.1km)
✅ Route
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Bukchon war einst das Wohngebiet der Adligen, und auch heute noch leben Menschen hier, wodurch Tradition nicht in der Vergangenheit geblieben ist und stattdessen weiterhin ein Teil des Alltags ist. Besonders bekannt ist das Hanok-Dorf Bukchon, das aus traditionellen Hanok-Häusern besteht, doch es gibt auch moderne Kunsträume und mehr, die alle die Schönheit koreanischer Architektur zeigen. Die Gegend ist perfekt für diejenigen, die die traditionelle Kultur Koreas über einzigartige Hanoks, verschiedene Kunstwerke und köstliche Gerichte erleben wollen.
Kulturzentrum Bukchon (Quelle: Bukchon Traditional Culture Center)
Changdeokgung Doldam-gil (Quelle: ClipartKorea)
Museum für orientalische Kultur Bukchon (Quelle: Naver-Blog lovecat3209)
Ein Grund, warum die Hanoks von Bukchon so besonders sind, ist, dass sie immer noch bewohnt sind. Die meisten Häuser sind im sogenannten „städtischen Hanok“-Stil gebaut und haben hohe Mauern und Haustüren, sodass man von außen nicht hineinsehen kann. Dadurch hat man auf den Straßen von Bukchon oft das Gefühl, entlang einer langen Stadtmauer zu laufen. Bedeutend für die Erhaltung der Hanok-Gebäude war das Erhaltungsprojekt Bukchon der Stadt Seoul im Jahre 2001, bei dem nicht bloß die Fassaden restauriert sondern auch das Lebensumfeld verbessert wurde, und dadurch die natürliche Harmonie von Tradition und modernem Alltag ebenfalls bestehen bleiben konnte.
■ Empfehlenswerte Orte
Nationales Museum für zeitgenössische Kunst (Quelle: MMCA)
Kunsthandwerksmuseum Seoul (Quelle: Danim 7th Gen. Kim Kippeum)
Arario Museum in Space (Quelle: Arario Museum)
Bukchon ist jedoch nicht nur für seine Hanoks bekannt. Aufgrund der ruhigen und gelassenen Atmosphäre bietet sich die Gegend perfekt für den Genuss von Kunst an, und das ist vielleicht auch der Grund, warum es hier viele Galerien und Ausstellungshallen in alten Hanoks oder modernisierten Gebäuden gibt. Die einzigartigen Bestandteile von Hanoks wie Dachziegel, Holzpfosten und mit Hanji (koreanisches Papier) verkleidete Fenster bilden eine wunderschöne Harmonie mit zeitgenössischer Kunst und könnten auch selbst als Kunstwerke bezeichnet werden.
■ Empfehlenswerte Orte
The Sool Gallery

Jaedong-Gasse (Quelle: Naver-Blog sj330035)

Osulloc Tea House (Quelle: Osulloc)
Bei einem Spaziergang in Bukchon findet man überall zwischen den Hanoks kleine Restaurants und Cafés. Durch die Verschmelzung der lebhaften Atmosphäre und der Esskultur Bukchons verströmt diese Gegend einen warmen und einladenden Charme. In jeder Gasse gibt es verschiedene koreanische Gerichte, traditionellen Alkohol, Desserts und mehr, sodass man eine große Auswahl für jeden Geschmack findet. Man kann zum Beispiel eine warme Mahlzeit mit handgezogenen Nudeln in einem Hanok-Restaurant genießen und dann eine Tasse Tee in einem traditionellen Teehaus mit Ausblick auf den Vorhof trinken.
■ Empfehlenswerte Orte
Quelle: Cheongwadae Sarangchae
✅ Dauer: ca. 2 Stunden und 30 Minuten (3.2 km)
✅ Route
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⭐ Weitere Reiserouten für Seochon und Bukchon findet ihr im E-Book „Explore the Cheong Wa Dae Area“, das 2025 von Cheongwadae Sarangchae veröffentlicht wurde.
* Die Informationen in diesem Artikel sind auf dem Stand von April 2025 und können sich seitdem geändert haben. Daher solltet ihr euch vor eurer Reise unbedingt noch einmal informieren.