* Dieser Artikel ist ein exklusiver Inhalt des deutschen VISITKOREA-Teams.
K-Friseur in Suwon mit JaninSüdkorea ist nicht nur Seoul – nein, es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Ich habe einen Ausflug mit der Koreanischen Zentrale für Tourismus (KTO) nach Suwon geplant und hätte niemals gedacht, dass ich dort nicht nur ein Stück Heimat finden würde, sondern auch spontan meinen ersten koreanischen Friseursalon besuchen werde. Ich war unglaublich aufgeregt, da es mein erstes Mal beim Friseur in Korea war und ich ziemlich pingelig bin, was meine Haare angeht.
Also lasst mich euch auf meinen Trip mitnehmen und meine Erfahrung teilen!
Ich bin Janin, 29 Jahre alt und komme aus Deutschland. Derzeit entdecke ich Südkorea mit dem Work & Holiday Visa und nutze die Gelegenheit, das Land nicht nur als Reisende, sondern auch im Alltag erleben. Ich arbeite Teilzeit in einem Café und habe daher genug Zeit, um neue Orte zu entdecken und auch kleinere Städte sowie ländlichere Regionen außerhalb von Seoul kennenzulernen.
Auf Korea aufmerksam geworden bin ich tatsächlich nicht durch K-Pop oder K-Dramen, sondern eher ganz unspektakulär – durch eine Dokumentation über Seoul. Immer wenn ich Berichte über Korea gesehen oder Artikel über das Land gelesen habe, hatte ich dieselben Fragen im Kopf: Ist das Essen wirklich so gut? Wie fühlt es sich an, die Kultur hautnah zu erleben? Und ist der Alltag tatsächlich so anders als in Europa?
Genau diese Neugier hat mich schließlich nach Südkorea gebracht. Besonders fasziniert mich die Mischung aus hochmoderner Großstadt, traditioneller Kultur und dem alltäglichen Leben, das man erst versteht, wenn man selbst vor Ort ist.
Ich bin morgens kurz nach der Rush Hour in Seoul losgefahren. Da ich in Sinchon lebe, dauerte es für mich ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten nach Suwon, und die Stadt ist wirklich einfach mit der U-Bahn und dem Bus zu erreichen. Ich konnte direkt in die grüne Linie 2 einsteigen und in Gangnam in die rote Linie Shinbundang umsteigen. Und alles ist ganz einfach über Naver Maps nachvollziehbar, sodass man wirklich nicht verloren geht.
Kurz nach meiner Ankunft konnte ich direkt den Bus zum Seenpark Gwanggyo nehmen – dem größten Seenpark Koreas mitten in einer Stadt. Da ich etwas Abstand vom stressigen Stadtleben brauchte und wieder etwas Ruhe in der Natur gesucht habe, war dieser Ort perfekt dafür. Das Wetter war optimal: die Sonne schien, es war angenehm warm und diese frische Luft, die man in einer Großstadt oft vermisst. Man konnte das Wasser der Springbrunnen hören, Menschen spazierten entspannt durch den Park und alles fühlte sich plötzlich viel ruhiger an.
Während ich die erste Aussicht genossen habe, entdeckte ich kurz darauf einen kleinen süßen Laden. Es war ein lokaler Friseursalon, Goyijin Hair, und ich war sofort begeistert vom Ambiente. Ein Haarschnitt war schon lange überfällig, aber ich hatte immer Angst, in einem neuen und unbekannten Land zum Friseur zu gehen. Ich glaube, viele kennen dieses Gefühl, wenn man zu Hause seinen Friseur des Vertrauens hat und niemand anderen an die eigenen Haare lassen möchte. Aber da ich jetzt in Korea lebe, war es Zeit, einen guten Friseur zu finden, und ich bin definitiv fündig geworden.
Ich bin in den Salon gegangen und war anfangs etwas unsicher, da mein Koreanisch noch nicht so gut ist. Aber die Mitarbeiter haben mich unglaublich lieb begrüßt und konnten auch etwas Englisch, wodurch die Kommunikation überhaupt kein Problem war. Ich habe mich direkt wohlgefühlt. Und dort habe ich Joy, meine Friseurin für diesen Tag, kennengelernt. Sie war vom ersten Moment an unglaublich freundlich, aufmerksam und professionell. Sie hat sich Zeit genommen, meine Haare anzusehen und genau zu verstehen, was ich mir wünsche.
Und ehrlich gesagt war ich von Anfang bis Ende schockiert, denn ein Friseurbesuch in Südkorea ist wirklich etwas ganz anderes als in Deutschland.
Direkt am Anfang durfte ich mir ein Getränk aussuchen, das frisch zubereitet wurde. Auf der Außenterrasse konnte ich dann mit einem wunderschönen Ausblick meinen Tee und frisches Obst genießen. Allein das fühlte sich schon eher wie ein kleiner Spa-Besuch an als wie ein normaler Friseurtermin.
Dann ging es zum Haarewaschen – und ich habe mich noch nie so sehr auf diesen Teil eines Friseurbesuchs gefreut. Warum? Ich durfte in einem luxuriösen Massagesessel entspannen, bekam eine Augenmaske und währenddessen wurden meine Haare mit hochwertigen Pflegeprodukten versorgt. Dazu gab es sogar noch eine Kopfmassage. Das war pure Entspannung.
Bevor Joy mit dem Schneiden anfing, hatte sie mir nochmal ganz genau erklärt, wie sie meine Haare schneidet. Wirklich Schritt für Schritt, damit am Ende genau das Ergebnis entsteht, das ich mir wünsche.
Stück für Stück fielen die Haare und ich wurde immer gespannter auf das Endergebnis. Nachdem sie fertig mit dem Schneiden war, ging es ans Föhnen und Stylen mit dem Glätteisen. Auch dort wurde ich gefragt, ob ich lieber mehr Volumen oder einen natürlicheren Look möchte. Joy arbeitete schnell und präzise – man merkte sofort ihre Erfahrung.
Nachdem sie mit allem fertig war, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Meine Haare fühlten sich deutlich gepflegter an und der Schnitt entsprach genau meinen Vorstellungen.
Warum war dieser Friseurbesuch für mich so besonders? Weil ich aus Deutschland einen anderen Standard gewohnt bin. Die Schnelligkeit, die Sorgfalt und das gesamte Treatment waren auf einem ganz anderen Level. Haare schneiden ist hier viel mehr ein kleines Spa-Erlebnis – mit Massagen, hochwertigen Produkten und frischen Snacks – und das alles war bereits im Preis inklusive!
Vielen Dank an Joy von Goyijin Hair für diese neue und wunderschöne Erfahrung.
✂️ Goyijin Hair
- - Adresse: #214-215 / 6, Central park-ro, Yeongtong-gu, Suwon-si, Gyeonggi-do (경기도 수원시 영통구 센트럴파크로 6)
- - Öffnungszeiten: 10:00-20:30 Uhr / montags geschlossen
- - Instagram: Goyijin Hair, Joy
Danach ging es aber wieder weiter, den Seenpark Gwanggyo zu entdecken. Dort gibt es so viel zu sehen, wie zum Beispiel mehrere Springbrunnen, Spazierwege, Erlebnisbereiche, einen Campingplatz und sogar einen Wald.
Ich hatte einen wunderschönen Ausblick auf den See und konnte die frische Luft genießen. Außerdem gab es viele schöne Spots, um mit meiner neuen Frisur Fotos zu machen. Und wisst ihr, was ich dort besonders schön fand? Es waren fast keine Touristen da. Wirklich ein sehr lokaler Ort, an dem man eher Einheimische trifft. Nicht überfüllt oder touristisch, sondern ein Park, in dem Menschen joggen, Bücher lesen, Picknicks mit der Familie machen oder in kleinen, süßen Cafés sitzen.
Und dann habe ich plötzlich mitten im Park etwas entdeckt, womit ich niemals gerechnet hätte: die deutsche Aufschrift „FREIBURG SPAZIERWEG“.
Könnt ihr es glauben? In Korea gibt es tatsächlich eine Freiburger Aussichtsplattform, und sie hat sogar eine echte Verbindung zu Deutschland. Denn Suwon und Freiburg verbindet eine offizielle Städtepartnerschaft, die auf der gemeinsamen Idee von nachhaltiger, grüner Stadtentwicklung und einem bewussten Umgang mit Natur basiert. Der Austausch begann 2014, als der damalige Bürgermeister von Suwon Freiburg besuchte. Freiburg gilt seit vielen Jahren als Vorbild für Umweltpolitik und nachhaltige Stadtplanung – genau diese Ansätze wollte Suwon übernehmen, um die Stadt lebenswerter und umweltfreundlicher zu gestalten.
Ein sichtbares Symbol dieser Verbindung ist der Turm der Freiburger Aussichtsplattform. Er wurde 2019 eröffnet und ist eine Nachbildung des Freiburger Seeparkturms. Besonders beeindruckend ist, dass er aus Holz aus dem Schwarzwald gebaut wurde. Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über den Park und die Skyline von Suwon. Besonders bei Sonnenuntergang und nachts ist der Ort durch Spiegelungen und Beleuchtung sehr beliebt und wird für Fotos, Filme und Veranstaltungen genutzt.
Auch in Freiburg gibt es ein Zeichen dieser Verbindung: die „Suwonallee“, eine rund 1,5 Kilometer lange Straße, die nach der koreanischen Stadt benannt ist. Und genau solche kleinen Details finde ich unglaublich schön.
Ich bin einfach begeistert davon, auf welche Weise Korea und Deutschland miteinander verbunden sind und wie man sich selbst mehrere tausend Kilometer entfernt von zu Hause plötzlich heimischer fühlen kann.
Nachdem ich den ganzen Tag im Park verbracht und zusätzlich noch einen wunderschönen neuen Haarschnitt bekommen hatte, machte ich mich am späten Nachmittag auf den Weg zurück nach Seoul.
Ich bin glücklich und froh, dass ich auch mal den Blick außerhalb von Seoul gewagt habe – und das dank der Organisation von der Koreanischen Zentrale für Tourismus (KTO).
Wer Korea einmal von einer ruhigeren und authentischeren Seite erleben möchte, sollte Suwon definitiv einen Besuch abstatten, denn noch fühlt sich die Stadt angenehm lokal und wenig touristisch an.
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