14.10.2025
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* Dieser Artikel ist ein exklusiver Inhalt des deutschen VISITKOREA-Teams.

(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
Korea ist bekannt für Korean BBQ und Chimaek. Chimaek ist eine Wortkombination aus Chicken (Hähnchen) + Maekju (Bier). Da fragt man sich als Veganer:in oder Vegetarier:in, ob man in Korea überhaupt etwas zu essen findet. Viele Gerichte enthalten Fleisch, Fisch, Brühe aus Hühner- oder Rinderknochen oder Fischsoßen.
Aber keine Sorge! Es gibt einige Optionen, und mit ein wenig Flexibilität und Nachfragen kommt man auch pflanzlich gut durch Korea.
Foto: Melissa B.
Mein Name ist Melissa. Ich bin 28 Jahre alt und war 2020 zum ersten Mal in Korea. Seitdem hat es mich schon mehrere Male dorthin gezogen.
Als Vegetarierin musste ich schnell feststellen: Es ist nicht immer leicht, in Korea etwas rein Vegetarisches zu finden. Mehr als einmal habe ich erst nach dem ersten Bissen gemerkt, dass doch Fleisch im Gericht war. Einmal habe ich sogar einen Proteinriegel im 24-Stunden-Geschäft gekauft und erst später auf der Verpackung entdeckt, dass er Fleisch enthielt.
Damit euch solche Missgeschicke erspart bleiben, möchte ich in diesem Artikel meine Tipps und Erfahrungen mit euch teilen. So wird eure kulinarische Reise durch Korea hoffentlich genussvoll sowie entspannt!
(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
1. Gyeranmari (계란말이)
Ein koreanisches Omelett aus Ei, das aufgerollt und in Scheiben serviert wird. Einfach, aber lecker. Für Veganer:innen leider ungeeignet, aber eine gute vegetarische Option.
(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
2. Süßkartoffeln (고구마)
Ein unterschätzter Snack! In 24-Stunden-Geschäften oder an Straßenständen bekommt man gekochte oder gebackene Süßkartoffeln. Diese sind sehr beliebt im Herbst und Winter.
(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
3. Hotteok (호떡)
Süße, gefüllte Pfannkuchen, die es vor allem im Winter an Streetfood-Ständen gibt. Typische Füllung: brauner Zucker, Zimt, Nüsse. Meist vegetarisch, je nach Teig manchmal auch vegan.
(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
4. Bungeoppang (붕어빵)
Fischförmiges Gebäck, gefüllt mit süßer roter Bohnenpaste. Auch ein beliebter Snack im Winter. Vegetarisch und manchmal auch vegan, wenn keine Milch im Teig ist.
(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
5. Tteokbokki (떡볶이)
Weiche Reiskuchen in einer süß-scharfen Soße aus Gochujang. Beliebt als Streetfood. Das Gericht ist meist vegetarisch, aber hier ist Vorsicht geboten: Die Soße wird manchmal mit Fischsoße oder Sardellenbrühe gekocht. Dazu werden meist sogenannte Fischkuchen mit gekocht. Am besten nachfragen oder in veganen Lokalen probieren.
(Quelle: Photo Korea – Toraii Republic)
6. Doenjang Jjigae (된장찌개)
Eine kräftige Suppe mit Doenjang (fermentierter Sojabohnenpaste), Gemüse und Tofu. Oft wird sie jedoch in Sardellen- oder Fleischbrühe gekocht. Also auch hier unbedingt nachfragen, ob eine vegetarische Variante möglich ist.
(Quelle: Photo Korea – Alexbundo)
7. Tempelessen (사찰음식)
Besonders in buddhistischen Tempeln wird komplett auf Fleisch und Fisch verzichtet. Die Gerichte sind bunt, leicht und meistens rein vegan. Eine tolle Erfahrung, wenn man authentische vegane Küche Koreas probieren möchte. * Tipp vom deutschen VISITKOREA-Team: In unserem Artikel „Nachhaltige Esskultur der koreanischen Tempelküche“ könnt ihr mehr über Tempelgerichte erfahren!
(Quelle: Photo Korea – Toraii Republic)
8. Bibimbap (비빔밥)
Ein Klassiker! Bibimbap besteht aus Reis, verschiedenem Gemüse, Ei und oft Bulgogi (mariniertes Rindfleisch). Wörtlich übersetzt heißt es „Reis mischen“. Man isst es mit Gochujang (rote Chilipaste). In Restaurants kann man nachfragen, ob Fleisch und Ei weggelassen werden können.
(Quelle: Photo Korea – Frame Studio)
9. Gimbap (김밥)
Eine Art koreanisches Sushi. Es gibt Reis, Gemüse, Omelettstreifen, eingelegten Rettich und oftmals ergänzt mit Fleisch oder Fisch. Da Gimbap frisch auf Bestellung gerollt wird, ist es leicht, eine vegetarische oder vegane Version anzufragen.Wichtiger Hinweis: Kimchi ist in der Regel nicht vegan, da es meist mit Fischsoße oder fermentierten Garnelen hergestellt wird. Es gibt aber auch vegane Varianten.
Melissas Empfehlungen in Seoul (Stand: September 2025)
Plant Café
Vegan Insa
Ssada Gimbap (Hauptfiliale)
Camouflage
Jeongol Tteokbokki Deokmiga Ewha
Tipps für die Reise
• 24-Stunden-Geschäfte
In den koreanischen 24-Stunden-Geschäften gibt es eine riesige Auswahl an Snacks, von Chips über Reiskuchen bis hin zu Proteinriegeln. Was jedoch oft überrascht: In vielen dieser Produkte steckt Fleisch oder Fisch, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet. Selbst vermeintlich harmlose Chips oder Proteinriegel können tierische Zutaten enthalten. Deshalb lohnt es sich immer, die Zutatenliste ganz genau zu lesen, bevor man zugreift.
• Auf folgende Wörter solltet ihr besonders achten:
• Social Media
Auf Social Media findet ihr ebenfalls viele hilfreiche Tipps. Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok teilen Content Creator regelmäßig Empfehlungen für vegane und vegetarische Restaurants oder Cafés in Korea. Besonders praktisch: Ihr bekommt dabei nicht nur Adressen, sondern sieht auch gleich Fotos oder Videos der Gerichte. So kann man sich schon vorab ein gutes Bild machen und leichter entscheiden, wo man essen möchte. Ein großer Vorteil: Social Media ist oft aktueller als Apps oder Reiseführer, da hier ständig neue Orte vorgestellt werden.
• Apps & Karten
In Korea lohnt es sich, lokale Karten-Apps wie Kakao Map und Naver Map auszuprobieren. Dort könnt ihr gezielt nach Begriffen wie „비건“ (vegan) oder „채식“ (vegetarisch) suchen. So findet ihr Restaurants oder Cafés, die passende Optionen haben.
• Foren & Communities
Internationale Foren sowie Online-Communitys sind eine tolle Möglichkeit, aktuelle Erfahrungen von anderen Reisenden oder Locals zu bekommen. Dort werden oft ganz konkrete Tipps geteilt, die noch nicht in offiziellen Guides stehen.
• Sprachhilfe
[고기/생선/해산물] 뺴주세요. ([Gogi/saengseon/haesanmul] bbae juseyo): Bitte [Fleisch/Fisch/Meeresfrüchte] weglassen.
Mein Geheimtipp in Seoul: Jongno
Dorf Seochon (Quelle: Photo Korea – An Yeonggwan)
Hanok-Straße Ikseon-dong (Quelle: Photo Korea – Jeong Kyujin)
Esskulturstraße im Dorf Sejong (Quelle: Photo Korea – An Yeonggwan)
Mein absolutes Lieblingsviertel in Seoul ist Jongno, denn kaum ein anderer Stadtteil vereint so charmant Geschichte, Kultur und kulinarische Vielfalt. Zwischen traditionellen Hanok-Häusern, Tempeln und Straßen mit kleinen Geschäften findet man überraschend viele vegetarische und vegane Optionen. Für mich ist Jongno der perfekte Ort, um einen Tag mit kulturellem Entdecken zu verbringen und ihn anschließend mit einer pflanzlichen Köstlichkeit ausklingen zu lassen.
Mein Tipp: Plant den Tag so, dass ihr Kultur und Kulinarik kombiniert. Zum Beispiel morgens ein Spaziergang durch die historischen Straßen, danach ein Mittagessen in einem veganen Restaurant oder Tempel-Lokal, und zum Abschluss ein Dessert oder Kaffee in einem der gemütlichen Cafés. So könnt ihr Jongno mit allen Sinnen entdecken und bekommt einen ganz besonderen Einblick in das Leben und die Esskultur Seouls.
Persönliches Fazit
Sich in Korea vegan oder vegetarisch zu ernähren ist zwar eine Herausforderung, doch keineswegs unmöglich. Mit etwas Vorbereitung, einer Portion Offenheit und viel Neugier entdeckt ihr nicht nur leckere Alternativen, sondern auch ganz neue Geschmackserlebnisse, die euch überraschen und begeistern werden.
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Nützliche Links
* Die Informationen in diesem Artikel sind auf dem Stand von September 2025 und können sich seitdem geändert haben. Daher solltet ihr euch vor eurer Reise unbedingt noch einmal informieren.